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Mein erster Besuch in Japan - August 2002
(in Kürze folgen Berichte zum 2. und 3. Besuch) |
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Mein erster Besuch in Japan hatte einen guten Grund - mein damaliger Freund (heutiger Ex-Freund) war Japaner - wir führten über einige Zeit eine Fernbeziehung.
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So kam es also, dass ich - die nebenbei bemerkt unter extremer Flugangst leidet - im Sommer 2002 das erstemal nach Japan flog. Ich tauchte eigentlich schon am Flughafen in das japanische Leben ein, war ich doch schon am Check-Inn und in der Wartehalle nur von Japanern umgeben. Besonders eine Turbulenz dieses ersten Japanfluges bleibt mir noch gut in Erinnerung. Wir hatten eben erst unser Abendessen serviert bekommen, als eine ziemlich heftige Turbulenz uns erschütterte. Ein Raunen ging durch die Menge und so manch einer konnte sich einen kleinen Schrei nicht verkneifen. Die Stewardessen dagegen hingen lachend zwischen den Sitzen und ein japanischer Fluggast schräg neben mir, stopfte eines seiner Brötchen als eine Art Korken in seine Plastikkaffeetasse, damit der Inhalt nicht herausschwappen konnte. Der Flug nach Japan dauert ca. 11 Stunden. Diese werden die meiste Zeit mit gedimmtem Licht verbracht - viele schlafen, andere vertreiben sich die Zeit mit den Spielfilmen, die auf den aus der Decke des Flugzeugs herabgelassenen Bildschirmen laufen. Ankunft in Japan Beim Verlassen des Traktes schlägt einem - natürlich nur im Sommer - erst einmal die Hitzewelle entgegen. Dieses schwül-heiße Wetter des japanischen Sommers ist wirklich unbeschreiblich. Die Tücken des Sommers sind aber nicht zu unterschätzen: Plant ihr nach Japan zu fliegen, und das zur Sommerzeit, dann wappnet euch gegen “Monster-Moskitos”. Die Stiche der japanischen Mücken machen einen wirklich wahnsinnig! Habt ihr vor im Winter nach Japan zu fliegen, dann macht euch darauf gefasst, dass es in normalen Wohnhäusern keine Zentralheizung - das beinhaltet jede Art von Heizung die wir in Deutschland kennen - gibt. japan Unser erster Ausflug mit Übernachtung in Nikko |
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Inmitten Nordhonshus geheimnisvoller Wälder liegt Nikko, das für seine Schrein- und Tempelanlagen bekannt ist. Einige der Schreine sind mit kunstvollen und farbenfrohen Motiven von Tieren und Blumen geschmückt.
Dort befindet sich auch der Schrein, mit den drei berühmten Affen “Nichts böses sehen, nichts böses hören, nichts böses sagen” und die bekannte schlafende Katze Nemuri Neko, die beide als Holzreliefs in den Tosho-gu-Schreinanlagen zu finden sind. apanjapan |
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japanjapan Die Tosho-gu-Schreinanlage (zu der die beiden eben genannten Reliefs gehören): Shogun Tokugawa Iemitsu wollte mit dem Mausoleum-Schrein für seinen Großvater Ieyasu beindrucken: zwei Jahre lang waren rund 15000 Handwerker aus ganz Japan mit Bauen, Schnitzen, Vergolden, Malen und Lackieren beschäftigt, um diesen großartigen Komplex im Momoyama Stil zu schaffen. |
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| Der Taiyuin-byo-Schrein:
Im Jahr 1653 wurde Tayuin-byo vollendet, das Mausuleum von Tokugawa Iemitsu (1603 - 1651), Ieyasus Enkel und mächtigem Shogun. Wenn Toshogu für Pracht steht, so repräsentiert Taiyuin-byo Eleganz. In einem Zedernhain gelegen und nur über hunderte von Treppenstufen zu erreichen, ist die Asche des Shoguns hinter sechs gewaltigen Toren beigesetzt. |
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Wenn man in Nikko ist, sollte ein Besuch beim chuzen-ji See und dem kegon-no-taki Wasserfall nicht fehlen.
Der chuzen-ji ist ein malerischer See im Nikko-Nationalpark und entstand vor 20.000 Jahren, als der Vulkan Nantai ausbrach und den Fluss Daiya blockierte. An manchen Stellen ist der chuzen-ji 163 m tief. Er entwässert über die Kegon-Fälle, zu denen der kegon-no-taki gehört. Mit 97 m Höhe ist er einer der drei höchsten Wasserfälle Japans. In der Nähe des chuzen-ji schlängelt sich der ryuzu-no-taki (= Drachen Kopf Wasserfall) ins Tal hinunter. Der Wasserfall schlängelt sich über 210m hinunter und am unteren Ende wird er von einem großen Felsen in zwei geteilt. Dieser Felsen sieht einem Drachenkopf ähnlich, daher auch sein Name. Besonders im Frühling und Herbst ist der ryuzu-no-taki wunderschön anzusehen, da Azaleen seinen Weg säumen und zu dieser Zeit blühen. japan |
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| Während meines ersten Aufenthalts in Japan haben wir also 2 Tage in Nikko verbracht. Darauf folgte die andere Seite Japans. apanjap |
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Da Okinawa ursprünglich zu China gehörte und später im Satsuma Reich verschiedenen Einflüssen ausgesetzt war, entwickelte sich eine ungewöhnliche, exotische Kultur.
Heute gehört Okinawa mit seinen 65 subtropischen Inseln (45 davon sind bewohnt) zu Japan. Okinawa besticht durch das tropische Klima, historische Bauten und paradiesische Strände. Es ist bekannt für sein Korallenriff, das eines der größten der Welt ist und für sein sauberes, glasklares Wasser das zum Baden verführt. Mit Sack und Pack ging es also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Chiba aus zum Tokyoer Haneda Flughafen. Von dort aus startete unsere Maschine mit dem Ziel Naha Flughafen auf Okinawa, wo wir nach ca. 2 1/2 Stunden eintrafen. Während des Fluges gab es ein Bingo-Spiel und ich habe doch glatt mal was gewonnen. :) Eine Reisetasche der ANA (All Nippon Airways). |
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japan Auch Okinawas Koch-Kultur hat viele exotische Einflüsse. Besonders gerne mochte ich goya, das ist eine Art Gurke mit vielen kleinen Knubbeln und die roten Süßkartoffeln. Süßigkeiten oder Eis aus Süßkartoffeln müsst ihr unbedingt probieren, solltet ihr mal nach Okinawa kommen. Überhaupt ist die Küche auf Okinawa nicht nur lecker, sondern obendrein auch noch unheimlich gesund! Wie ihr vielleicht wisst, werden Japaner am ältesten von allen auf der Welt und die Menschen auf Okinawa sind die, die am ältesten werden in ganz Japan und somit weltweit. japan japan |
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| Wir verbrachten insgesamt 5 Tage auf Okinawa. Von denen allerdings zwei Tage dem Regen zum Opfer fielen, den ein Taifun mitgebracht hatte. Dieser zog nahe der Küste Okinawas vorbei und eine Zeit lang war ungewiss, ob unser Heimflug auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse storniert werden würde. Es ist schon etwas beängstigend, wenn man weiß, dass ein Taifun immer näher kommt, noch dazu war unser Hotel ja direkt an der Küste und man konnte den wilden Wellengang und das verrückte Wetter auf dem Meer sehen. Gott-sei-dank änderte der Taifun aber dann doch noch seine Richtung und unser Flug konnte wie geplant starten. In Japan ist es nichts ungewöhnliches, dass im Sommer Taifune vorbei oder über Japan hinweg ziehen. Auch mit dem einen oder anderen Erdbeben müsst ihr rechnen. Bei meinem ersten Japanaufenthalt habe ich nur zwei leichte, kleinere Erdbeben erlebt, die nur zwei, drei Sekunden gedauert haben. Bei meinem dritten Besuch ein etwas kräftigeres, das vielleicht eine halbe Minute gedauert hat. Aber auch das war nicht weiter schlimm. |
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| Tja, soviel erst einmal dazu. Wenn mir noch etwas einfällt, ergänze ich diesen Beitrag noch. Ansonsten folgen in nächster Zeit die Berichte über meinen zweiten und dritten Aufenthalt in Japan. : ) | ||||||||
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